Die aktive Geräuschunterdrückung der AirPods muss nicht immer manuell ein- und ausgeschaltet werden. Je nach Modell kann bereits der adaptive Hörmodus auf Veränderungen in der Umgebung reagieren. Wer konkretere Regeln möchte, kann außerdem die Kurzbefehle-App des iPhones nutzen und den Hörmodus beispielsweise abhängig von Ort, Fokus oder WLAN-Verbindung setzen.
- Adaptives Audio passt die Geräuschkontrolle automatisch an die Umgebung an
- Kurzbefehle können Hörmodi abhängig von Ort, Fokus, WLAN oder anderen Auslösern setzen
- Mehrere Automationen erlauben unterschiedliche Regeln für unterwegs, Büro und Zuhause
- Die Konversationserkennung senkt beim Sprechen automatisch die Medienlautstärke
- Nicht jedes AirPods-Modell unterstützt adaptives Audio
Adaptives Audio übernimmt den einfachsten Teil
Bei AirPods 4 mit aktiver Geräuschunterdrückung, AirPods Pro 2, AirPods Pro 3 und AirPods Max 2 steht der adaptive Hörmodus zur Verfügung. Er verbindet aktive Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus und passt die Abschirmung fortlaufend an die Geräusche in der Umgebung an.
Sie aktivieren ihn auf dem iPhone, indem Sie die AirPods einsetzen und das Kontrollzentrum öffnen. Halten Sie anschließend den Lautstärkeregler gedrückt, öffnen Sie den Hörmodus und wählen Sie „Adaptiv“.
Wie stark Außengeräusche im adaptiven Modus durchgelassen werden, lässt sich zusätzlich konfigurieren. Öffnen Sie dazu bei verbundenen AirPods deren Einstellungen und wählen Sie „Adaptives Audio“. Über den dortigen Regler können Sie die gewünschte Balance verändern.
Für viele Alltagssituationen reicht diese Variante bereits aus. Die AirPods reagieren dann selbstständig auf wechselnde Umgebungsgeräusche, ohne dass für jeden Ort eine eigene Regel eingerichtet werden muss.
Geräuschunterdrückung mit Kurzbefehlen automatisieren
Soll die Umschaltung nicht von der Lautstärke der Umgebung, sondern von einer bestimmten Situation abhängen, kommt die Kurzbefehle-App ins Spiel. Persönliche Automationen können unter anderem durch einen Ort, eine WLAN-Verbindung, Bluetooth, eine Tageszeit oder einen Fokus ausgelöst werden.
Ein typisches Beispiel ist der Arbeitsweg: Beim Verlassen der Wohnung kann automatisch die Geräuschunterdrückung eingeschaltet werden. Am Arbeitsplatz könnte anschließend der Transparenzmodus oder der adaptive Hörmodus übernehmen.
Öffnen Sie zunächst die App „Kurzbefehle“ und wechseln Sie zum Bereich „Automation“. Erstellen Sie dort eine neue persönliche Automation und wählen Sie den gewünschten Auslöser.
Für eine ortsabhängige Regel eignet sich beispielsweise „Ankunft“ oder „Verlassen“. Alternativ lässt sich ein Fokus verwenden. Das ist praktisch, wenn Sie ohnehin einen Fokus wie „Arbeit“ oder „Fitness“ für bestimmte Situationen eingerichtet haben.
Fügen Sie anschließend eine Aktion für den Geräuschkontrollmodus hinzu und wählen Sie Ihre AirPods als Zielgerät. Danach legen Sie fest, welcher Hörmodus aktiviert werden soll – beispielsweise Geräuschunterdrückung, Transparenz oder bei kompatiblen Modellen der adaptive Modus.
Automationen ohne Nachfrage ausführen
Damit die Regel tatsächlich automatisch arbeitet, sollte sie ohne vorherige Bestätigung ausgeführt werden. iOS erlaubt dies bei zahlreichen Auslösern, darunter Ankunft, Verlassen, WLAN, Bluetooth, Fokus und Tageszeit.
Kontrollieren Sie deshalb nach dem Erstellen der Automation deren Ausführungseinstellungen. Je nach gewähltem Auslöser und iOS-Version kann die entsprechende Option unterschiedlich dargestellt werden.
Sinnvolle Automationen für den Alltag
Eine mögliche Konfiguration besteht aus mehreren kleinen Regeln. Beim Verlassen der Wohnung wird die Geräuschunterdrückung aktiviert. Sobald sich das iPhone mit dem WLAN am Arbeitsplatz verbindet, wechseln die AirPods in den Transparenzmodus. Zu Hause kann eine weitere Automation wieder adaptives Audio einschalten.
Auch ein Fokus eignet sich gut als Steuerzentrale. Beim Einschalten des Arbeitsfokus können die AirPods beispielsweise Transparenz verwenden, während ein Fokus für konzentriertes Arbeiten die Geräuschunterdrückung aktiviert.
Wer keine festen Regeln benötigt, fährt mit adaptivem Audio meist einfacher. Die Kurzbefehle-Automation lohnt sich vor allem dann, wenn bestimmte Orte oder Arbeitsabläufe zuverlässig mit einem bestimmten Hörmodus verbunden werden sollen.
Konversationserkennung als zusätzliche Automatik
Auf AirPods 4 mit aktiver Geräuschunterdrückung, AirPods Pro 2, AirPods Pro 3 und AirPods Max 2 lässt sich zusätzlich die Konversationserkennung einschalten. Beginnen Sie zu sprechen, reduziert die Funktion automatisch die Medienlautstärke und hebt Stimmen in Ihrer Umgebung hervor.
Nach dem Gespräch kehren Lautstärke und Hörmodus automatisch zu ihren vorherigen Einstellungen zurück. Die Funktion eignet sich damit besonders für Büros oder andere Situationen, in denen Sie trotz laufender Musik regelmäßig mit anderen Personen sprechen.
Die Konversationserkennung finden Sie bei verbundenen AirPods in deren Einstellungen. Sie lässt sich alternativ über das Kontrollzentrum ein- und ausschalten.
Nicht jedes AirPods-Modell unterstützt alle Funktionen
Aktive Geräuschunterdrückung und adaptives Audio sind zwei unterschiedliche Funktionen. Ältere AirPods mit ANC können deshalb zwar zwischen Geräuschunterdrückung und Transparenz wechseln, unterstützen aber nicht zwingend den adaptiven Hörmodus.
Apple bietet adaptives Audio derzeit für AirPods 4 mit aktiver Geräuschunterdrückung, AirPods Pro 2, AirPods Pro 3 und AirPods Max 2 an. Bei anderen Modellen beschränkt sich eine Automation entsprechend auf die jeweils vorhandenen Hörmodi.








